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Kompostieren

Tipps & Tricks. Die Kunst des Kompostierens

Das Kompostieren ist ein natürlicher Rotte-Vorgang, wodurch organische Abfälle von verschiedenen Bakterien, Pilzen und Kleinstlebewesen (hiernach "Mikroben") abgebaut und in Humus verwandelt werden. Die richtigen Mikroben für eine schnelle, saubere Rotte sind bereits überall in der Natur und auch in Ihren Gartenabfällen vorhanden. Bei günstigen Bedingungen vermehren sie sich rasant und können die rohe organische Materie innerhalb von nur wenigen Wochen in einen guten Kompost verwandeln.

Die Kunst des Kompostierens besteht darin, die optimalen Bedingungen für diese Mikroben zu schaffen und zu erhalten. Dabei gibt es vier Schlüsselfaktoren:

  1. Richtige Ausgangsmaterialien
  2. Feuchtigkeitsgehalt
  3. Belüftung
  4. Temperatur


Punkt 1) richtige Ausgangsmaterialien

a) Auswahl
Alle organischen Stoffe können mit der Zeit verrotten. Für das Kompostieren kommen aber nur bestimmte Stoffe in Frage.

Geeignet sind:

  • Herbstlaub
  • Rasenschnitt
  • weiche Pflanzenteile
  • zerkleinerter Gehölzschnitt
  • Sägemehl oder Holzspäne
  • Stroh oder Heu
  • Zeitungspapier
  • Holzasche
  • Pferdemist, Kuhmist, Hühnerkot
  • ungekochte Obst- und Gemüseabfälle
  • Eierschalen
  • Kaffeesatz, Teebeutel


Ungeeignet sind:

  • Fleisch und Knochen
  • Brot und Milchprodukte
  • Pflanzenteile, die mit Pestiziden oder Herbiziden behandelt worden
  • Kiefernnadeln, Eichenlaub und Thujaholz
  • Ausscheidungen von Katze, Hund und Mensch
  • Ausdauernde Unkräuter oder Unkräuter mit Samenständen
  • Sämtliche Materialien, die Gift oder Krankheitskeime enthalten können
  • Erde, Lehm, Kies oder Sand


b) Menge
Kleine Mengen Füllgut kompostieren nur langsam, da sie zu wenig Hitze generieren, um die Zersetzung zu beschleunigen. Am schnellsten geht es, wenn Sie die Trommel anfangs ziemlich voll machen. Beim Kompostieren nimmt das Volumen des Füllguts sowieso stark ab.

c) Größe
Grundsätzlich gilt - je kleiner die Teile, desto schneller die Rotte!
Kleinere Teile haben eine größere Oberfläche im Verhältnis zur Masse. Damit haben die Mikroben ein größeres Wirkungsfeld. Zudem weisen zerkleinerte Teile viele Verletzungen auf. Dadurch können Mikroben schneller in die Materie eindringen. Es empfiehlt sich, grobes Füllgut vor dem Kompostieren zu zerkleinern. Unzerkleinerte Äste und Zweige bremsen die Rotte und müssen üblicherweise am Ende herausgesiebt werden.

d) Zusammensetzung
Hier kommt es darauf an, ein gesundes Verhältnis zwischen Kohlenstoff und Stickstoff zu schaffen.
Alle organischen Stoffe enthalten sowohl Kohlenstoff als auch Stickstoff. Es gibt aber Stoffe, die mehr Kohlenstoff-und Stoffe, die mehr Stickstoffbetont sind. „Kohlenstoffbetont“ sind tote, meist braune Materialien wie Gehölzschnitt, Herbstlaub, Stroh, Holzspäne und
Zeitungspapier. „Stickstoffbetont“ sind frische, meist grüne Materialien wie Rasenschnitt,
Gemüseabfälle, Pferdemist und weiche Pflanzenteile.Als Faustregel gilt 4 Teile frische, grüne, stickstoffbetonte Materie zu 1 Teil tote, braune, kohlenstoffbetonte Materie.
Je nach Jahreszeit kann es vorkommen, dass Ihr Garten zu wenig stickstoff- oder kohlenstoffbetonte Materie hergibt. Da hilft es auf anderweitig verfügbaren Stoffen wie Sägemehl, Stroh und Zeitungspapier (für Kohlenstoff) oder Stickstoff-Dünger (für Stickstoff) zurückzugreifen.
Da in der Komposttrommel das Füllgut immer wieder vermischt wird, kann man die Zusammensetzung jederzeit korrigieren. Eine ungünstige Zusammensetzung erkennt man an den folgenden Merkmalen: Ammoniak-Geruch. – Die Mischung enthält zu viel Stickstoff. Kohlenstoffbetonte Materialien nachfüllen. Bei optimaler Feuchtigkeit und ausreichender Außentemperatur (siehe unten) kommt das Kompostieren nicht in Gange. Das Füllgut heizt nicht auf. – Die Mischung enthält zu wenig Stickstoff. Stickstoffbetonte Materialien oder Stickstoffdünger nachfüllen.

Punkt 2: Feuchtigkeitsgehalt

Das Füllgut sollte feucht aber nicht nass sein. Wenn es zu trocken ist, passiert nichts oder nur wenig. Wenn es zu nass ist, fehlt es an Luft und das Füllgut fault. Um den Feuchtigkeitsgehalt zu kontrollieren, nehmen Sie eine Handvoll Füllgut und versuchen Sie durch Festdrücken einen Klumpen zu bilden. Bei zu wenig Feuchtigkeit fällt das Füllgut wieder auseinander. Fügen Sie etwas Wasser zu der Mischung hinzu. Bei zu viel Feuchtigkeit tritt Wasser aus. Sie können das Füllgut mit Zugabe von Holzspäne, Zeitungspapier, trockenem Herbstlaub etc. wieder austrocknen.

Punkt 3: Belüftung

Das Kompostieren ist ein aerobischer Vorgang. Das heißt, die Mikroben, die für das Kompostieren zuständig sind, brauchen Sauerstoff, um das Füllgut zu zersetzen. Bei schlechter Belüftung treten Fäulnis-Bakterien an der Stelle der Kompostierungs-Mikroben auf.
Ein normaler Komposthaufen muss deswegen öfters umgesetzt werden, um Luft wieder ins Innere zu bringen. Mit der Komposttrommel ist die Belüftung besonders einfach. Bei jeder Drehung wird das Füllgut neu vermischt und belüftet.

Punkt 4: Temperatur

Je höher die Außentemperatur desto schneller das Kompostieren. Da die Zersetzung Wärme generiert, kann man auch bei niedrigen Außentemperaturen von ca. 5°C noch kompostieren. Die doppelten Wände der Komposttrommel reduzieren den Wärmeverlust und helfen dabei, die Zersetzung in Gange zu halten. Bei Außentemperaturen unter 5°C geht nichts mehr. Ab einer Außentemperatur von ca. 15°C geht das Kompostieren am schnellsten.

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